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UNiMUT: Termin

23.11. bis 18.1.2004, Ebert-Gedenkstätte, Pfaffengasse 18:

Ausstellung: "Otto Dix - Der Krieg"

"[...] gemessen an allen anderen Künstlern ist Otto Dix der einzige im 20. Jahrhundert, der seine Kriegserlebnisse in derart leidenschaftlicher Weise, epischer Breite und höchster Qualität mit den Mitteln bildender Künste gestaltet hat. Dies sichert seinen Rang in der Moderne des Expressionismus und Nachexpressionismus [...]." Soweit der Heidelberger Professor für Kunstgeschichte Dr. Dietrich Schubert - Autor zahlreicher Publikationen zum Werk von Otto Dix. Und in der Tat: Schon der erste Blick auf die 50 Motive des Dix'schen Radierwerks "Der Krieg" zeigt die Absicht des Künstlers: "Ich wollte die zerstörte Erde, die Leichen, die Wunden zeigen." Oder - wie Dix es an anderer Stelle beschrieb: "Die Leichen lagen herum, Arme und Beine flogen."

Fast erstaunt es, daß Dix, der die Schrecken des Krieges, das Töten und Sterben erkannte und künstlerisch festhielt, diesen Krieg fast ununterbrochen von Anfang bis Ende in vorderster Front miterlebt und überlebt hat. Ist es gar so wie ein Kritiker meinte: "Er malt Bilder. Das will er. Nichts weniger, aber auch nicht mehr [...]." Wohl kaum: Die Zeichnungen, Bilder und Radierungen von Dix sprechen eine eindeutige Sprache. Er entzaubert das Töten und Sterben - dem Krieg haftet nichts Heldenhaftes mehr an. Die Besucher der Ausstellung sind eingeladen, dies mitzuerleben.

Täglich - außer Montags - von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr;

am Sonntag, 14. Dezember 2003, 16.30 Uhr, findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.


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