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UNiMUT: Termin

15.10. bis 9.1.2005, Ebert-Gedenkstätte, Pfaffengasse 18:

Ausstellung: "Die beste Lösung ist, daß die Kriege überhaupt aufhören" -- Werke aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

Die VeranstalterInnen schreiben:

Macht es einen Unterschied, ob persönliche Betroffenheit ein Beweggrund des eigenen Schaffens ist? Drei Jahre bevor Käthe Kollwitz die oben genannte Zeile ("Die beste Lösung ist, dass die Kriege überhaupt aufhören.") in ihr Tagebuch notierte, war ihr jüngerer Sohn Peter im Ersten Weltkrieg gefallen. "Sie geht jetzt", wie ein Kenner ihres Werks schreibt, "an die Schöpfung eines Denkmals, das nicht dem Sohne Peter allein, sondern [...] vielmehr all den jungen gefallenen Kriegsfreiwilligen Gedächtnismahl sein soll." Unter den Ideen, die Themen Tod und Trauer künstlerisch umzusetzen, gewinnen einzelne Motive zunehmend Plastizität: Die Überlebenden und die trauernden Eltern.

Die Künstlerin und Mutter Käthe Kollwitz - sie hat mittlerweile fast 30 Jahre intensiver Arbeit: Lithographien, Holzschnitte, Radierung - hinter sich, schöpft aus einem großen künstlerischen Repertoire die Stärke und Ausdruckskraft, die uns heute noch vor ihren Werken still werden lässt. Sie selbst wollte nicht still bleiben. Die ihr besonders wichtigen Motive veröffentlicht sie auf Plakaten: "Heraus mit unseren Gefangenen", "Nie wieder Krieg", "Wehrt dem Hunger, kauft Ernährungsgeld (Bettelnde)" und "Die Überlebenden".

Diese Plakate und einige weitere druckgraphische Arbeiten, die den Krieg thematisieren, warten in der vorliegenden Ausstellung darauf, von den Besucherinnen und Besuchern entdeckt, vielleicht wiederentdeckt zu werden. Dass sie zusammen mit dem Zyklus "Weberaufstand", der Radierfolge "Bauernkrieg" und der Holzschnittfolge "Krieg" gezeigt werden können, macht diesen Blick auf das Schaffen von Käthe Kollwitz zu etwas ganz Besonderem.

Die Ausstellung ist täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr zugänglich, der Eintritt ist frei.


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